Zum Projekt

Mit dem Projekt „Bolfrashaus & Kleistturm, Etappe I" soll ein Meilenstein gesetzt werden, um einen bereits seit langem gemeinsam gehegten Traum zu erfüllen. Zwei Kilometer Luftlinie voneinander entfernt entsteht auf dem linken Oderufer eines der bedeutendsten Gebäude des alten Frankfurt nach historischem Vorbild und auf noch vorhandenen historischen Fundamenten aufs Neue und auf dem rechten Oderufer wird der Neuaufbau des Kleistturms vorbereitet.

Das Projekt beinhaltet die Wiedererrichtung des Bolfrashauses in Anlehnung an das historische Bolfrashaus des 16. Jh. auf der Frankfurter Seite und die Ausarbeitung der technischen Dokumente (bzgl. Freilegung der noch erhaltenen historischen Fundamente, Bauplanung, Erschließung und Herrichtung des Geländes sowie angestrebte Nutzung) für den Wiederaufbau des Kleistturms auf der Slubicer Seite. Die hier anfallenden Kosten betragen ca. 4,2 Millionen Euro und werden zu 85% aus den Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) im Rahmen des Operationellen Programms zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit Polen (Wojewodschaft Lubuskie) – Brandenburg 2007-2013 gefördert. Jedoch durch ihre außergewöhnliche Erscheinung, ihre Bedeutung für das historisch begründete Selbstverständnis beider Städte und vor allem durch den grenzübergreifenden, aufeinander bezogenen Charakter ihrer Nutzung sollen zwei sichtbare Orte gemeinsamer Identifikation entstehen, die die kulturtouristische Attraktivität beider Städte erhöhen und erheblich zur nachhaltigen Integration beider Städte beitragen.

In dem wiedererrichteten Gebäude im Herzen der Stadt Frankfurt (Oder) entsteht das „Deutsch-Polnische Zentrum Bolfrashaus", das keine 500m von der Stadtbrücke entfernt ist, die Frankfurt (Oder) und Słubice über die Oder miteinander verbindet. Der Kleistturm wurde 1892 aus Bürgerspenden zu Ehren des im Siebenjährigen Krieg gefallenen Dichters Ewald Christian von Kleist unmittelbar hinter dem heutigen Słubicer Stadion auf einer Anhöhe als Aussichtsturm gebaut. Bereits seit mehreren Jahren gab es auf beiden Seiten der Oder Bestrebungen, beide Gebäude wieder aufzubauen.